Anlässlich unseres Einschulungsjubiläums als Einschulungsjahrgang 1986 haben wir unsere alte Freie Waldorfschule in Hildesheim besucht. Für viele von uns war es ein besonderer Moment, nach so langer Zeit wieder an den Ort zurückzukehren, an dem unsere Schulzeit begonnen hatte und da unser Mitschüler Ruben mittlerweile Hausmeister ist, standen uns alle Türen offen.
Zusammen mit unserer Klassenlehrerin Frau Föppl konnten wir die ganze Schule erkunden und vieles war erstaunlich vertraut: Die Schulgebäude sind noch dieselben wie damals. Lediglich der Eurythmiesaal auf der Wiese ist inzwischen dazugekommen. Gleichzeitig hat sich auf dem Schulgelände einiges verändert. Besonders beeindruckt hat uns die liebevoll und gemütlich gestaltete Unterstufe. Vor allem die erste Klasse strahlte eine Wärme und Geborgenheit aus, die wir als sehr schön empfunden haben.
Auch der Schulgarten ist heute wesentlich lebendiger und grüner geworden. Als wir selbst Schülerinnen und Schüler waren, war das Gelände noch deutlich karger, schließlich gehörten wir zu denjenigen, die damals überhaupt erst dabei halfen, den Schulgarten anzulegen. So wurden beim Rundgang viele alte Erinnerungen wieder lebendig.
Besonders schön war es, dass auch einige unserer Kinder bei der Schulführung dabei waren. Beeindruckt waren sie von den zahlreichen Werkräumen in denen mit Metall, Papier, Stein und Stoff gearbeitet wird. Auch die Hühner auf dem Schulgelände und die vielen Apfelbäume im Schulgarten fanden großen Anklang. Bei einigen entstand dabei sogar der Wunsch: „Auf so eine Schule möchte ich auch gehen!“
Neu für uns waren auch der inzwischen auf dem Schulgelände angesiedelte Kindergarten und der Hort. Dies war zu unserer Schulzeit noch nicht so. Die Cafeteria hat sich ebenfalls deutlich verändert und wirkt heute wesentlich moderner.
Trotz aller Veränderungen war vor allem eines spürbar: die warme und angenehme Atmosphäre der Schule. Es war schön zu sehen, wie lebendig sich dieser Ort weiterentwickelt hat und gleichzeitig vieles von dem vertrauten Charakter erhalten geblieben ist.
Unsere Klasse hat sich über die vergangenen Jahrzehnte immer wieder zu Klassentreffen zusammengefunden. Dass diesmal insgesamt 23 ehemalige Mitschülerinnen und Mitschüler dabei waren, zeigt, wie eng die Verbindung aus unserer gemeinsamen Schulzeit bis heute geblieben ist.
So war dieser Besuch nicht nur ein Blick auf unsere alte Schule, sondern auch eine schöne Reise in die eigene Vergangenheit mit vielen Erinnerungen, Begegnungen und dem guten Gefühl, dass aus einer gemeinsamen Schulzeit etwas Bleibendes entstanden ist.
Hans-Christian Skorka und MitschülerInnen
